Tadschikistan – Bergland zwischen China und Afghanistan

Tadschikistan ist sicher von seiner Natur und Geschichte her eines der interessantesten Länder Mittelasiens.

Es grenzt im Osten an China und im Süden an Afghanistan und war in den 90iger Jahren Schauplatz eines blutigen Bürgerkrieges zwischen islamistischen Nationalisten und der traditionellen Elite in der Hauptstadt Duschanbe, die aus Moskau unterstützt wurde. Die tadschikische Opposition fand dagegen Rückhalt in Afghanistan.

In dem mit äusserster Brutalität geführten Bürgerkrieg, der in Europa so gut wie überhaupt nicht wahrgenommen wurde, kamen nach verschiedenen Angaben bis zu 100.000 Menschen ums Leben.

Später allerdings war die ebenfalls islamische sogenannte afghanische Nordkoalition, die aus Duschanbe unterstützt wurde, die wichtigste Kraft im Kampf gegen das Vordringen der Taliban nach Norden und nach Mittelasien. Tadschikistan bekam sowohl für Moskau, als auch für einige mittelasiatische Potentaten strategische Bedeutung als Bollwerk gegen islamische Radikale, die mit den grünen Fahnen des Propheten den Norden erobern wollten.

Tadschikistan ist Mitglied des postsowjetischen Staatenbundes GUS und des Sicherheitsabkommens der mittgelasiatischen GUS-Staaten sowie der sogenannten Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (ShOZ, SchOZ oder engl. SOC). ShOZ ist ein lockerer Block unter Führung Russlands und Chinas, mit Beteiligung der Mittelasiatischen Republiken (Kasachstan, Kirgisien, Usbekistan, Tadschikistan) Indiens, Pakistans und des Iran.

Mehr Informationen über Tadschikistan, seine Kultur und Wirtschaft, Geschichte und Gegenwart, sollen nach und nach auf diesen Internet-Seiten publiziert werden. Wer an Mitarbeit interessiert ist, wende sich an die Redaktion, die die Arbeiten an verschiedenen Regionalportalen koordiniert.

In Tadschikistan, das zwischen dem Hochgebirge des Pamir, den Wüsten Usbekistans und den Hochebenen Nordafghanistans liegt, leben vor allem Tadschiken (die Farsi sprechen), Usbeken und Kirgisen, aber auch kleine nationale Minderheiten von Russen, Ukrainern und Deutschen.

Der Legende nach ließ Alexander der Grosse auf dem Rückweg von seinem Indienfeldzug einen Teil seiner Elitetruppen im Hochland von Berg-Badachschan siedeln.

Kategorie: Allgemein, Aktualisiert am 14. November 2009 von Redaktion | Anmelden